Bachelorarbeit: Wie ich die letzten drei Monate überstanden habe.

Mit diesem Post melde ich mich aus der unfreiwilligen Blogpause zurück! Wie es dazu gekommen ist? Ich habe in den letzten Monaten, neben meinem Vollzeitjob, meine Bachelorarbeit geschrieben. Das Thema der Arbeit hat mich wirklich sehr interessiert, es war jedoch sehr umfangreich, sodass das Zurechtfinden im Quellendschungel, die Strukturierung und das Bearbeiten mich mehr in Anspruch genommen hatten, als zu Beginn gedacht. Um im ganzen Stress nicht vollends den Verstand zu verlieren, musste ich also ganz klar meine Aufgaben priorisieren und dadurch musste der Blog leider für eine Zeit in den Hintergrund treten.

Doch wie es scheint, habe ich die Zeit verhältnismäßig sehr gut überstanden. Es scheint, weil ich die Thesis, wenn es keine Zwischenfälle gibt, noch verteidigen muss und bis dahin auf heißen Kohle sitze. Ich habe vor allem auf vier Punkte in den letzten Monaten geachtet, um halbwegs entspannt durch die stressige Zeit zu kommen. Diese, nun ja es sind eher Verhaltensweisen, habe ich mir im Laufe der letzten drei Jahre angewöhnt und möchte Sie heute mit euch teilen. Vielleicht geht es euch ähnlich oder erledigt eure Aufgaben doch auf ganz andere Weise? Finden wir es heraus:

  1. Das Zeitmanagement & die Zielsetzung

Beides geht für mich Hand in Hand. Ein gutes Zeitmanagement kann für Ruhe und Entspannung sorgen, da durch strukturiertes und effizientes Arbeiten das Gefühl der Überforderung für mich sinkt. Das Setzen von kleineren Zielen, hiermit meine ich Wochen- oder Tagesziele, hilft das große Ganze nicht allzu überwältigend erscheinen zu lassen. Hier muss natürlich jeder seine eigene Arbeitsweise herausfinden. Wenn ich einen Plan bzw. eine Struktur habe an der ich mich langhangeln kann, kann ich insgesamt konzentrierter arbeiten. Von dem tollen Gefühl, etwas von der Liste streichen zu können, ganz zu schweigen. So habe ich im Voraus geplant, zum Beispiel welche Quelle ich wann lesen möchte oder bis wann ich welches Kapitel zu Ende geschrieben haben wollte.

Ein wichtiger Punkt für mich ist auch die Schaffung von bewussten Erholungspausen, um den Kopf frei zu bekommen und Kraft zu tanken. Fest eingeplant sind Sie auch ein tolles Ziel, auf das hingearbeitet werden kann. Dazu zählten im Januar für mich die Fashion Week und das verlängerte Wochenende in Amsterdam.

  1. Die Ernährung

Die Ernährung ist in allen Lebenslagen das A und O. Du bist was du isst und ein gesundes Immunsystem ist in einer stressigen Zeit Gold wert. Wichtig war es hier für mich, nicht zu streng mit mir zu sein, aber dennoch auf eine grundlegend gesunde Ernährungsweise zu achten. Ich habe versucht die Hauptmahlzeiten so gesund wie möglich zu gestalten und habe dafür bei den Snacks etwas über die Stränge geschlagen. Ok, vielleicht auch etwas mehr. Für mich ist hier also die Mischung aus einer überwiegend gesunden Ernährung, mit ausreichend „Nervennahrung“ der richtige Weg für mich.

  1. Die Helfer

Einen unschätzbaren Beitrag leisten in stressigen Zeiten auch Familie und Freunde. Neben der Tatsache, dass ich nicht mehr so viel Zeit für Sie hatte, standen mir alle trotzdem hilfreich zur Seite. Hier war es egal, ob ich mich im Wirrwarr der Themenstrukturierungsmöglichkeiten verlaufen hatte, Sie die Arbeit Korrektur gelesen hatten oder wir uns einfach Gegenseitig motiviert und den Rücken gestärkt haben. Mit der Unterstützung von Familien und Freunden wird so manches Unmögliche möglich!

  1. Die Akzeptanz

Das ist der für mich wichtigste Punkt. Die To-Do List konnte nicht vollständig abgearbeitet werden? Auf Arbeit gab es soviel Stress, dass nichts abwegiger erscheint, als sich jetzt noch einmal an den Laptop zu setzen? Erfolgreich den ganzen Tag vertrödelt? Das ist ok. Anstatt sich jetzt den Selbstvorwürfen hinzugeben, einfach die Pläne anpassen. Auf der To-Do List stand einfachmal wieder zu viel drauf und es wird morgen erledigt. Einfach mal mit Mama oder Freunden telefonieren, in Ruhe kochen oder einfach die Musik aufdrehen und tanzen – ich habe einfach das getan was mir in dem Moment gutgetan hat. Nachdem ich erfolgreich Zeit verplempert habe, habe ich mich einfach im Anschluss vor den Laptop gesetzt und den Timer auf 20 Minuten gestellt. Danach war der Bann gebrochen und ich konnte in der Regel vernünftig weiterarbeiten. Wir alle haben mal keine Lust oder den Kopf einfach mit anderen Dingen voll.

Was ich definitiv nicht getan habe? Mich über mich selbst zu ärgern. Denn das macht gar nichts besser, sondern die Situation eher schlimmer und verschwendet zudem noch mehr Zeit. Meistens kam die Muse nach einer Ruhepause schnell wieder.

Mit diesen vier Verhaltensweisen bzw. Angewohnheiten habe ich es gesund und verhältnismäßig entspannt durch die letzten drei Monate geschafft und durch das letzte Jahr des Studiums geschafft. Jedoch arbeitet jeder Mensch anders und dementsprechend unterschiedlich ist der Umgang mit diesen Situationen. Daher würden mich eure Tipps und Tricks in Bezug auf die Stressbewältigung oder stressigen Situationen interessieren? Macht ihr es ähnlich oder vielleicht doch ganz anders? Schreibt es mir in die Kommentare.

Outfitdetails:

Sweater: Myrka Studios (fair, vegan, organic)

Jeans: Weekday (partly organic, not fair)

Shoes: Dr. Martens (second-hand)

Jewellery: my everyday ones, pretty old

Die Bilder wurden wieder von der zauberhaften Domenika Spexard gemacht.

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