Wie ich drei Monate in einen Koffer gepackt habe.

Wie ihr es vielleicht schon auf Instagram oder Facebook mitbekommen habt, bin ich seit Mitte September in Brasilien. Insgesamt werde ich drei Monate unterwegs sein und dabei drei Klimazonen bereisen. Mein Gepäck für den gesamten Zeitraum besteht aus einem handlichen Koffer und einem Handgepäcksstück. Um mit dem verhältnismäßig geringem Platz auskommen zu können, habe ich mich verschiedenster Tipps und Tricks bedient, welche sich im Laufe meiner bisherigen Reisen bereits bewährt haben. Diese möchte ich heute mit euch teilen.

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Vorbereitung

Planung ist der wichtigste Punkt, wenn man sich auf eine längere Reise vorbereitet. Ich habe bereits Wochen vorher angefangen mir eine Liste zu erstellen und auf das T-Shirt und den Mückenschutz genau aufgeschrieben was ich mitnehmen möchte. Sobald mir noch etwas eingefallen ist, habe ich die Liste dementsprechend erweitert. So braucht man beim Packen selbst nicht mehr viel nachdenken, sondern kann einfach abstreichen was bereits dabei ist. Auch die Chance etwas zu vergessen sinkt mit einer ausführlichen Liste erheblich.

Während ich mir also genau überlegt habe was ich mitnehmen möchte bzw. muss, war ich automatisch beim nächsten Punkt: Minimalismus. Ich habe mich bei wirklich allem gefragt, ob ich es tatsächlich brauchen werde. Hier noch ein paar Tipps:

1. Bei Hygieneartikeln keine Plastikverpackungen verwenden.

Ich habe stattdessen festes Shampoo, Conditioner, Körperbutter und den absoluten Allrounder – Seife – eingepackt. Diese Produkte passen in kleine Dosen und brauchen damit nicht einmal halb so viel Platz wie normale Plastikverpackungen. Ebenfalls halten Sie viel länger, können problemlos ins Handgepäck und ich rechne damit, dass ich bis zum Ende der Reise nichts nachkaufen muss.

2. Die Macht einer Capsule Wardrobe nutzen.

Bei einer Capsule Wardrobe können alle Kleidungsstücke miteinander kombiniert werden. So kann man mit wenigen Kleidungsstücken eine Vielzahl an verschiedenen Outfits zusammen stellen. Also perfekt, wenn man verreisen möchte. Hier ist es am einfachsten bei einer neutralen Farbpalette zu bleiben und im Schnitt der Kleidungsstücke zu variieren. So habe ich mir auch dieses Mal meine Reisegarderobe zusammen gestellt.

3. Layering, dein Freund und Helfer.

Layering ist nicht nur einer der Supertrends der letzten Zeit, der gute alte Zwiebellook hilft auch dabei den Koffer nicht unnötig zu beschweren. Als Beispiel habe ich mir nur eine etwas dünnere, aber dafür wetterfeste Jacke eingepackt. Sollte es mir doch zu kalt mit dieser Jacke werden, kann ich mir wahlweise einen Cardigan, ein Longsleeve, ein Shirt oder alles zusammen darunter anziehen. Dank der Capsule Wardrobe kann ich ja alles problemlos miteinander kombinieren.

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Packen

Nachdem die Liste nun vollständig und eventuell fehlende Besorgungen erledigt sind, wird es Zeit den realen Koffer zu packen. Dafür ist es am besten wenn man sich ein paar Stunden Zeit nimmt und dabei auch seine Ruhe hat. Hierbei hat es sich für mich bewährt wie folgt vorzugehen:

4. Ich lege erst einmal alles was ich einpacken möchte um den Koffer herum.

Der größte Vorteil nicht alles sofort in den Koffer zu packen ist der bessere Überblick. Nachdem ich mir alles hingelegt habe, schaue ich es noch einmal durch und kontrolliere ob ich auch nichts vergessen habe. Hierbei lasse ich gerne noch eine zweite Person drüber schauen. Oft haben Unbeteiligte andere Ideen, was noch eingepackt werden könnte oder sogar muss. Ebenfalls habe ich so bisher immer ein paar Sachen gefunden, bei denen sich heraus gestellt hat das ich Sie doch nicht mitnehmen werde.

5. Kleidung wird gerollt eingepackt.

Ein Tipp der unfassbar viel Platz spart! Indem Kleidung gerollt anstatt nur zusammen gelegt eingepackt wird (Beispielvideo!), wird Sie viel kleiner und braucht somit weniger Platz.

6. Mit weichen Kleidungsstücken den Koffer auspolstern.

So werden zerbrechliche Sachen, z.B. Mitbringsel, sicher transportiert. Ich packe erst die weichen Sachen auf den Boden und an die Ränder des Koffers und nutze dann die ausgepolsterte Mitte um Sachen, welche eventuell kaputt gehen könnten, gut gepolstert einzupacken.

7. Den gesamten Stauraum nutzen.

So können die Socken in den Schuhen verstaut werden und dabei helfen, dass die Schuhe während der Reise Ihre Form behalten. Eine Tasche kann vor dem Einpacken mit weichen Dingen, z.B. Stoffbeutel oder T-Shirts, gefüllt werden. So behält Sie Ihre Form während und bleibt weiterhin „knautschbar“, sollte es doch etwas enger werden. Kleine und schmale Sachen, wie z.B. Schals, können genutzt werden um offen gebliebene Zwischenräume zu füllen.

Natürlich macht es einen Unterschied ob man für einen Wochenendtrip, den zweiwöchigen Sommerurlaub oder einen Auslandsaufenthalt von drei Monaten packt. Für Kurzreisen schreibe ich mir auch keine Liste, packe meine Sachen aber so ein wie oben beschrieben. Vielleicht packt Ihr eure Koffer ja so ähnlich oder nutzt Ihr ganz andere Methoden und habt noch Tipps hinzuzufügen? Lasst es mich in den Kommentaren wissen.

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