Zero Waste für Beginner

Zero Waste leben zu wollen ist eine bewusste Entscheidung. Was Zero Waste ist und welche guten Gründe es für ein Leben mit weniger produzierten Müll gibt, habe ich euch in diesem Blogpost erzählt. Du hast dich dafür entschieden? Sehr gut!
Doch wie fängt man jetzt man am besten an? Einfach mit den Fingern schnippen und jeglicher Verpackungsmüll verschwindet? Schön wäre es. Viel schwerer ist es dann aber auch nicht.

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Zuallererst: Man lebt nicht von heute auf morgen absolut müllfrei. Es ist ein stetiger Prozess, indem man immer Neues dazu lernt und besser wird. Wenn ich es auch größtenteils aus meinem Alltag verbannen konnte, lebe ich auch nach neun Monaten noch nicht komplett Müll- oder Plastikfrei. Natürlich ist ein zu 100% müllfreies Leben heute (noch) nicht möglich, weswegen man meiner Meinung nach die Zero Waste Bewegung auch als Minimal Waste Bewegung bezeichnen könnte. Gebt also nicht zu schnell auf, sondern stellt euer Leben und euren Haushalt Stück für Stück um. Jeder Schritt in die richtige Richtung zählt.

Schritt 1: Mach dir bewusst welchen Müll du produzierst.
Und vor allem in welchem Situationen. Nur wenn du weißt wann und wie in deinem Leben welcher Müll entsteht, kannst du beginnen weniger zu produzieren. Werfe einen Blick in deine Wohnung, deinen Kühlschrank, dein Bad und deine Mülleimer. Was wirfst du weg? Beginne ebenfalls aufmerksam deine Tagesabläufe zu beobachten, denn viele von uns produzieren sehr viel Müll ohne das Sie es überhaupt mitbekommen.

Hier ein paar Beispiele:
– Teebeutel
– Kaffeekapseln
– Zahnbürsten
– Einwegrasierer
– Essen und Getränke „To-Go”
– Pfandflaschen aus Plastik
– Fleisch- und Käseverpackungen
– Joghurtbecher
– Strohhalme
– Servietten
– Plastiktüten
– So ziemlich alle Hygieneartikelverpackungen
– …

Schaut man sich nur einmal seinen Alltag genau an, wenn auch nur für ein paar Stunden, findet man noch viel mehr Situationen und Möglichkeiten Müll zu produzieren. Ich war damals sehr schockiert gewesen als mir bewusst wurde, wie viel Müll ich unbewusst tatsächlich produzierte. Schließlich dachte ich, dass ich schon nachhaltig leben würde.

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Schritt 2: Vermeide, brauche auf und ersetze nachhaltig.
Jetzt ist es (eigentlich) ganz einfach. Alles was in deinem Haushalt in Plastik verpackt ist, egal ob Essen, Hygieneartikel oder Geschenkpapier, wird nicht weggeschmissen sondern aufgebraucht. Damit werde auch ich noch eine Weile beschäftigt sein. Die Verpackungen werden anschließend korrekt entsorgt, um eine eventuell Verwertung zu ermöglichen. Die korrekte Muelltrennung spart allein in Berlin jährlich über 100.000 Tonnen CO2.

Entscheidest du dich das aufgebrauchte Produkt überhaupt weiterhin zu benötigen und somit ersetzen zu wollen, ersetzt du es nun in einer muellaermeren bzw. müllfreien Alternative. So verschwindet Verpackungsmuell und Plastik mit der Zeit von ganz alleine aus deinem Haushalt. Soweit so gut. Doch wie funktioniert das nun in Echt?

Hier die oben genannten Beispiele und Ihre müllfreien Alternativen:

Teebeutel –   Loser Tee und ein Teefilter aus Edelstahl

Zahnbürsten aus Plastik – Zahnbürste aus Bambus

Einwegrasierer – Rasierer mit wechselbarenden Klingen

Essen und Getränke „To-Go“ – Bring eigene Behälter mit, koche Zuhause oder nehme dir die paar Minuten Zeit und setze dich ins Cafe. Ist auch viel entspannter.

Pfandflaschen aus Plastik – Eine Flasche zum Wiederauffüllen

Fleisch- und Käseverpackungen – Mit einer wiederverwendbaren Dose an der Frischetheke fragen und/oder weniger konsumieren

Joghurtbecher aus Plastik – Joghurt im Mehrwegpfandglas

Strohhalme – Strohhalme aus Edelstahl bzw. einfach ohne bestellen

Servietten – i.d.R. aus Papier und somit recyclebar, sparsam verwenden und korrekt entsorgen oder Stoffservietten benutzen

Plastiktüten – Jutebeutel

Kaffeekapseln – Kaffee selbst zubereiten, z.B. in einer Espressokanne – so einfach

Brottüten – Großer Stoffbeutel (z.B. alter Kissenbezug)

So ziemlich alle Hygieneartikelverpackungen – Nach verpackungsfreien/-armen Alternativen suchen bzw. selber herstellen

(Für alle weiteren Fragen und gesuchten Alternativen könnt Ihr mir gerne eine Nachricht schreiben oder das gute, alte Internet euch zu Nutze machen 🙂 )

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Wie ihr seht ist es also wirklich nicht schwer, seinen Müll erheblich zu reduzieren, dabei die Umwelt zu schonen und somit automatisch nach den Prinzipien des Zero Waste Lifestyles zu leben. Man muss einfach nur anfangen.

3 Comments

  1. indian 24/03/2017

    Wow that was unusual. I just wrote an really long comment but after I clicked submit my comment didn’t appear.
    Grrrr… well I’m not writing all that over
    again. Regardless, just wanted to say great blog! http://bit.ly/2lZh8pz

    Antworten
  2. Ökohexe 17/12/2016

    Huhu!
    Das ist ein richtig toller Text! Eine super Übersicht für Einsteiger wie mich! 😀
    Liebe Grüße

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  3. […] Lieblingsartikel: Phoebe Nicette: Zero Waste für Beginner http://phoenomenal.com/zero-waste-fuer-beginner/#more-565 […]

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